Was ist Reiki
Was bedeutet nun die Arbeit als Reiki-Kanal?
Die praktische Arbeit als Reiki-Kanal
Die fünf Reiki-Lebensregeln
Das Reiki-System nach Mikao Usui
Kurzübersicht über die Bedeutung der drei/vier Grade Reiki nach Mikao Usui
Die geistige Haltung, die hinter der Reiki-Arbeit nach dem Usui-System so wie ich sie verstehe steht, ist für mich Voraussetzung für eine respektvolle energietherapeutische Arbeit. Respekt vor dem Weg der oder des Anderen, eine neutrale, nicht bewertende Haltung und vor allem das Bewußtsein, dass ich nur ein Medium und nicht die Heilerin oder der Heiler selbst bin, lassen den anderen Menschen seinen Weg zur Heilung finden. Dankbarkeit und Liebe, Achtung vor dem Wohle von allem sind ebenfalls wichtige Aspekte, um die/den Empfangenden nicht in ihrem/seinem Weg durch die Sichtweisen der/des TherapeutIn einzuschränken.
Reiki-I-Seminare eignen sich meiner Ansicht nacht - neben den grundsätzlichen Basis-Seminaren -ausgesprochen gut zum Einstieg in die energietherapeutische Arbeit.
Alle Methoden, die in der Ausbildung zur/zum ganzheitlichen Energietherapeuten in "meiner" Schule erlernt werden, können unabhängig von dem gesamten Ausbildungspaket besucht werden. Grundvoraussetzung ist jeweils immer das Erlernen und Verstehen der vorgenannten geistigen Haltung durch den Besuch eines Basis-Seminares und/oder eines Reiki-I-Seminares.
Das Wort oder besser gesagt die Wörter "Rei" und "Ki" kommen aus dem Japanischen. Vom Japanischen ist es genauso schwer wie vom Chinesischen die Bedeutung eines Begriffes, eines oder mehrerer Schriftzeichen, kurz in einem Wort zusammenzufassen. Die Übersetzung, die mir am häufigsten begegnet ist, ist die folgende: "Rei" bedeutet "Universell, das Ganze", "Ki" ist (die alles durchdringende) "Lebensenergie", ohne die wir nicht lebensfähig wären.
Vielleicht ist sie das, was die Physiker "Photonen" nennen: Kleine Lichtpunkte, von denen beispielsweise eine gesunde Zelle Millionen hat, eine an Krebs erkrankte aber nur wenige. Im Indischen wird diese Energie "Prana" genannt im Chinesischen "Qi".
Nach den mir bekannten Lehren, wird diese Energie über die Chakras aufgenommen und abgeleitet. Ein Chakra ist ein bestimmter Punkt im Energiesystem des Menschen, der vielleicht auch Energiewirbel genannt werden könnte. Über die Chakras stehen wir energetisch mit unserer Mitwelt in Verbindung, nehmen wir Energien auf und geben sie ab. Es gibt verschiedene Arten von Energien und eine Vielzahl von Chakras (manche sagen Chakren) in unserem System. Am Bekanntesten sind sieben Energiewirbel, von denen eines sich am Dammpunkt zur Erde richtet, fünf auf der Körpermittellinie nach vorn und nach hinten und eines über dem Kopf zum Himmel (Wurzelchakra, Sakralchakra, Solarplexus- oder Nabelchakra, Herzchakra, Kehl-oder Halschakra, Stirnchakra oder drittes Auge und das Kronenchakra). Es gibt noch sehr viel mehr Chakras in unserem ganzheitlichen System. Diese sieben Chakras haben jedoch wohl Verbindung zu allen Ebenen unseres Seins.
Alle lebenden Geschöpfe sind also mit dieser wunderbaren, vitalen Energie verbunden. Wozu dann also noch ein Seminar besuchen? Die Antwort ist genauso einfach wie kompliziert: Für den einen Menschen scheint solch ein Seminar sinnvoll, für den anderen vielleicht nicht. Denn es stimmt: Wir alle sind mit dieser Energie in Verbindung. Sonst wären wir wohl nicht am Leben. Doch wie weit lassen wir sie frei fließen in und um uns? Gibt es Blockaden in uns, die uns davon abhalten, diese vitale Energie in vollem Umfang zu empfangen und durch uns hindurch fließen zu lassen? Ich glaube fest daran, dass das Leben in sich Liebe und Harmonie ist und uns alles Entsprechende ermöglicht. Auch ich habe bereits vor den Einweihungen in Reiki öfter als Energiekanal gedient. Auch so manche der SeminarbesucherInnen haben dies schon lange vorher getan. Bei uns allen hat sich gezeigt, dass die Einweihungen eine Vertiefung der Erfahrung und nach unserem subjektiven Eindruck auch des Energieflusses mit sich brachten. Bei mir kam beispielsweise hinzu, dass es vor den Einweihungen bestimmter Voraussetzungen bedurfte, damit ich dazu in der Lage war. Seit den Einweihungen funktioniert es zuverlässig unter allen Umständen.
Wenn Reiki voll und frei in uns und durch uns hindurch fließen kann, sind wir meine ich harmonisch in den Wandel des Lebens eingefügt. Wir müssen dann nicht dieses als gut und jenes als schlecht bewerten, sondern begreifen, dass die Ruhe aus der Bewegung kommt und die Bewegung aus der Ruhe. Wir begreifen, dass Glück nicht Stillstand bedeutet, sondern ein kraftvolles und harmonisches Voranschreiten. Da ich ich nicht (jedenfalls bisher nicht) zukunftshellsichtig bin, kann ich nicht sagen, wie eine solche von Liebe durchdrungene Welt aussehen würde. Würde sie ewigen Frieden bedeuten oder würde das "Nicht mehr Bewerten" nur zu einer Verschiebung von Wertmaßstäben führen, und damit vielleicht zum Akzeptieren von Gewalt? Ich persönlich glaube, dass hinter aller Gewalt die Bewertung steht, deren Grundlage wiederum Angst ist. Kommen wir jedoch in Harmonie mit dem Fluss des Lebens so entdecken wir, was hinter der Angst steht, ihren eigentlichen Wunsch nach Liebe und können der Liebe die Tür öffnen. Darum glaube ich, dass in der Tat eine Welt der Liebe u. a. durch Frieden und nicht durch Gewalt geprägt ist. Ich glaube, dass Angst Blockaden verursacht und Blockaden wiederum Angst. Weiterhin glaube ich, dass Reiki diese Blockaden harmonisch in Liebe wandeln kann, und so betrachte ich die Arbeit mit Reiki als ein Geschenk für die Welt.
In dem Reiki-System nach Usui wird die Fähigkeit, sich bewusst als Kanal für diese vitale Energie zur Verfügung zu stellen, durch Rituale übertragen bzw. vertieft. In diesen Ritualen werden u. a. die Blockaden, die dem Sein als Reiki-Kanal entgegenstehen, dauerhaft aufgelöst.
Da alle Ebenen miteinander in Verbindung stehen, haben die Rituale, die auch Einweihungen genannt werden, meistens auch bewusst wahrnehmbaren Einfluss auf das Alltags-Leben des/der Eingeweihten. Nach einer Einweihung folgt eine Phase der Neuorientierung und Umstrukturierung in den Energiekörpern des eingeweihten Menschen (Was natürlich auch wieder Auswirkungen auf alles Sein hat). Da Energie niemals still steht, geht diese Bewegung das ganze Leben und darüber hinaus weiter. Die meisten Menschen nehmen sie am intensivsten in den ersten drei Wochen nach den Einweihungen wahr; manche Menschen spüren sie auch gar nicht bewusst und manche ihr Leben lang. Je nachdem wie stark die Sensitivität bereits ausgeprägt ist und wie weit die Beschäftigung und Arbeit mit Reiki im weiteren Leben erfolgt, entwickelt oder verstärkt sich die Wahrnehmung des Energieflusses immer mehr.
Je intensiver die Beschäftigung desto intensiver die Wahrnehmung und desto stärker auch der Energiefluss, heißt es. Nach meiner persönlichen Erfahrung und der der KursbesucherInnen kann ich dies nur bestätigen.
Was bedeutet nun die Arbeit als Reiki-Kanal?
Wie gesagt, ist durch die Einweihungen eine zuverlässige Intensivierung der Anbindung an Reiki, die vitale Lebensenergie, erfolgt. Mit dem Begriff "Kanal" ist gemeint, dass Reiki nun durch die/den Eingeweihte(n) hindurchfließt. Dabei tritt nach der mir bekannten offiziellen Lehre Reiki über den Scheitelpunkt durch das Kronen-Chakra ein, geht über das Herz-Chakra zu den Händen, wo es über das Lao Gong-Chakra (Dort wo die Mittelfingerspitze in der Handinnenfläche bei lockerer Faust ankommt, fast in der Mitte der Handinnenfläche) austritt bzw. gezogen wird. "Lao Gong" bedeutet wörtlich "Palast der Arbeit" und wird auch öfter als "Menschenpforte" bezeichnet. Beide Begriffe sollen verdeutlichen, dass dies ein Chakra, also Energiewirbelpunkt, ist, über den relativ leicht und intensiv gearbeitet werden kann.
Der Reiki-Kanal (also die/der die Hände auflegt) dient "nur" als zusätzliches Verbindungsglied zwischen Reiki und der/dem Empfangenden. Nicht der Reiki-Kanal bestimmt also, wie viel Reiki die/der Empfangende wo bekommt, sondern der Energiezustand der/des Empfangenden. Vielleicht kann man sich die Funktion des handauflegenden Menschen so ähnlich wie einen Lichtschalter innerhalb eines Stromkreises vorstellen. Mit dem Handauflegen wird dieser "Lichtschalter" umgelegt, der Kreis wird geschlossen und die Energie kann fließen. Die Stärke des durchfließenden Stromes hängt sowohl vom Durchlass innerhalb des Lichtschalters als auch innerhalb der Glühbirne ab. Das anliegende Energienetz (Reiki) ist immer passend für diesen Energiekreislauf. In der Arbeit mit Reiki nach dem Usui-System bedeutet dies, dass dadurch dass die/der Empfangende die Energie zu sich zieht, sie/er niemals überladen werden kann. Reiki wirkt immer so, wie es unser System gerade verträgt. Blockaden werden in dem Maß aufgelöst, wie wir es vertragen.
Ich persönlich kann vorher (und auch oft hinterher) nicht sagen, was eine Reiki-Sitzung für die/den Empfangenden während oder nach der Behandlung genau bedeutet. Ich bin mir sicher, dass die Reiki-Energie uns zu Harmonie und Liebe führt. Aber welches die wahrnehmbaren dafür notwendigen Schritte für die/den Einzelnen sind, kann ich nicht sagen. Bei manchem mag einer der ersten Schritte das Auflösen von körperlichen Beschwerden sein, bei manchem die Veränderung der Lebensumstände, mancher kann vielleicht bewusst gar keine Veränderung feststellen, die sie/er mit der Reiki-Sitzung oder den Sitzungen in Verbindung bringt. Nach meinen Erfahrungen lösen sich zwar meistens Blockaden, die körperlichen Beschwerden zugrunde liegen, schnell auf, aber garantieren kann ich dies nicht. Ich meine, dass hier neben dem, was das System gerade vertragen kann, auch unter anderem der Zeitfaktor eine Rolle spielt. Die Frage, ob es an dem, was das System der/des Empfangenden gerade verarbeiten kann liegt, dass nicht sofort (und vielleicht auch lange nicht) der Zustand der absoluten Harmonie bei der/dem Empfangenden eintritt, und/oder ob es an der Durchlässigkeit des Reiki-Kanals liegt, kann ich nicht beantworten. Die meisten Empfangenden bzw. Reiki-Kanäle, können dies auch nicht. Die/Der Empfangende kann aber schauen und fühlen, ob sie/er sich mit sich selbst als Reiki-Kanal oder jemand anderem versorgt und aufgehoben fühlt. Desto mehr wir uns mit diesem Thema beschäftigen, desto mehr bekommt unsere innere Weisheit (wieder) eine Stimme, der wir meines Erachtens trauen sollten. Denn sie weiß, was dem Lebensfluss dienlich ist und was nicht.
In einer Reiki-Sitzung wird ausschließlich Reiki gezogen. Um eine andere Energie, die darüber, ob "man" sich in einem Raum miteinander wohlfühlt oder nicht, hinausgeht, zu übertragen, bedarf es des bewussten Willens.
Ich persönlich überlasse sowohl während Reiki-Sitzungen als auch während der Reiki-Einweihungen alles dem höheren Willen zum Wohle von allem. Ich empfehle weder mit Affirmationen (dem Eingeben positiv formulierter Sätze), die ein konkretes, abgegrenztes Ziel beinhalten, zu arbeiten noch ein solches Ziel überhaupt auch nur zu verfolgen. Mein einziges Ziel bei einer Sitzung oder einer Einweihung ist es, dass diese Arbeit zum Wohle von allem und damit auch der/des Empfangenden dient wie immer dies aussehen mag.
Bei der Arbeit als Reiki-Kanal halte ich es für sinnvoll, sich immer bewusst zu sein, dass man dient und es nicht selber ist, die oder der heilt. Der Reiki-Kanal ist ein Medium für diese wunderbare Energie, was meiner Ansicht nach sowohl ein Geschenk als auch eine Ehre ist. Je weniger wir selbst erreichen wollen, desto mehr Energie kommt in Bewegung. So ist das eben mit Geschenken.
Nichts desto trotz bedeutet es für die Empfangenden, dass durch den Reiki-Kanal um so mehr fließen kann, desto öfter sie/er sich als Kanal zur Verfügung stellt (für sich oder für andere). Hieraus folgt der Schluss, dass wenn jemand sich nebenbei in seiner Freizeit als Reiki-Kanal zur Verfügung stellt, er/sie einen geringeren Reiki-Fluß "hat" als wenn er/sie sich auch tagsüber damit beschäftigen würde. Diese Aussage kann sich immer nur auf einen Menschen an sich beziehen. Ein Vergleich der Reiki-Kanäle miteinander macht keinen Sinn. Die Ausgangspunkte können völlig unterschiedlich sein. Jemand, der nicht die Einweihungsrituale durchlaufen hat, kann einen genauso starken oder stärkeren Energiefluss haben, wie jemand, der oder die sie durchlaufen hat. Es geht lediglich um die Aussage, dass ein häufigeres Üben und eine neutrale Geisteshaltung (die auch geübt werden kann) den Energiefluss des einzelnen Menschen als Reiki-Kanal verstärken.
Auch spielen die persönliche Wahrnehmung sowie die jeweiligen Umstände in den Verlauf und die Empfindung während einer Reiki-Sitzung mit hinein. Mit jeder Sitzung verändert sich etwas und zwei Reiki-Sitzungen können eben nur nacheinander, d. h. immer unter anderen Umständen, durchgeführt werden.
In einem Seminar zu einer anderen Methode der Energiearbeit sagte zu mir einmal eine andere Seminarteilnehmerin nachdem wir zusammen gearbeitet hatten: "Das war ja total beeindruckend. Bei all den Seminaren, die ich bislang besucht habe, und all den Übungen habe ich das noch nie erlebt." Dazu konnte ich nur sagen, dass sie und die, mit denen sie gearbeitet hatte, gut vorgearbeitet hatten, so dass sie den Ausgangspunkt für unsere Zusammenarbeit mitbrachte. Wie es gewesen wäre, wenn wir vor einem halben Jahr zusammengearbeitet hätten, wissen wir nicht.
Natürlich bleibt die Entscheidung wen "man" für sich als Reiki-Kanal auswählen möchte. Entscheidend ist dabei, meine ich, die innere Stimme jedes einzelnen Menschen.
Reiki ist meiner Ansicht nach ebenso wie Taiji und Qigong ein Weg zur Ganzwerdung.
Die praktische Arbeit als Reiki-Kanal
Bei der Arbeit als Reiki-Kanal ist die/der Empfangende bekleidet. Die Hände des Reiki-Kanals können innerhalb des feinstofflichen Energiekörpers, der vielen Menschen mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist und über den physischen, berührbaren Körper hinausgeht (oft als Aura oder Energiefeld bezeichnet), oder direkt auf den physiologischen, offensichtlich erkenn- und erfühlbaren Körper aufgelegt werden. Es gibt allerdings einige Bereiche des physiologischen Körpers, z. B. das Gesicht und Hals, bei denen die Hände in der Regel nicht aufgelegt werden, weil dies von vielen Menschen als unangenehm empfunden wird.
Der als Reiki-Kanal zur Verfügung stehende Mensch spürt während der Arbeit (Meditation), also dem Auflegen von Händen, oft ein Kribbeln oder Wärmegefühl in den Händen. Nach einem Einweihungsseminar dauert es manchmal einige Zeit, bis dieses Gefühl wahrgenommen wird.
Auch bei den empfangenden Menschen ist es während eines Großteiles der Behandlung oft ein Wärmegefühl oder Kribbeln, das sich in ihnen ausbreitet. Zusätzlich wird von manchen Menschen auch von einem Druckgefühl über unterschiedlich lange Zeiträume während der Behandlung/Sitzung in manchen Körperteilen berichtet oder ein Gefühl, als würde dort ein Pfropfen stecken, beschrieben. Manchmal löst das Auflösen von Blockaden auch ein Kältegefühl aus. Diese Gefühle lösen sich in der Regel während einer Sitzung wieder auf. Das Wahrnehmen eines solchen Gefühles, habe ich bisher immer, begleitet von einem inneren Wissen der/des Empfangenden darüber, dass es einen Übergang zu Heilung/Harmonie darstellt, angetroffen. Von vielen Empfangenden wird dieses Gefühl als Wahrnehmung sich auflösender Blockade verstanden und als Zeichen für Entwicklung freudig empfangen.
Wie gesagt, kann ich vorher nicht sagen, was passiert, wie tiefgreifend Veränderungen, die eventuell durch solch eine Sitzung entstehen, sein werden.
Meine Erlebnisse erstrecken sich von tiefgreifenden Veränderungen schon während der ersten Sitzung zu keiner bewussten Wahrnehmung und allem Möglichen dazwischen.
Ob jemand mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen möchte oder nicht, sich selbst einweihen lassen möchte oder nicht, muss jede(r) für sich entscheiden. Bei Unsicherheit darüber empfehle ich gerne eine kinesiologische Sitzung, in der abgeklärt werden könnte, was in der aktuellen Situation für die- oder denjenigen die absolut beste Therapiemöglichkeit wäre. In der Kinesiologie bekommen Körper und Unterbewusstsein über einen Muskeltest und damit über den physiologischen Körper eine Stimme (Der Funktionsstatus eines Muskels hängt mit dem im menschlichen System aktuell vorhandenen Zustand, der oft nicht bewusst wahrgenommen wird, zusammen. Eine Vertiefung dieses Themas würde hier zu weit gehen. Gerne gebe ich ggf. Anschriften kompetenter AnsprechpartnerInnen weiter.)
Da eine entspannte Atmosphäre die Empfangsbereitschaft bei den meisten Menschen erhöht, macht es Sinn, die Bedingungen für eine Sitzung entsprechend zu schaffen. Eine liegende Position wird oft als sehr angenehm empfunden, ist aber aus unterschiedlichen Gründen nicht immer möglich. Vielleicht erlauben es die räumlichen, die umgebenden oder auch die körperlichen Bedingungen nicht. Im Sitzen läuft es genauso gut, wie im Liegen oder Stehen.
Ich sage immer, dass es besser ist, sich auch in den "verrücktesten" Situationen als Reiki-Kanal zur Verfügung zu stellen. Selbst wenn dies mal den Energiefluss verringern sollte (was nur durch Messgeräte tatsächlich überprüfbar wäre), wäre weniger besser als gar nichts. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch gerade durch die Art der Situation (z. B. nach einem Sturz auf offener Straße halb sitzend, halb liegend) eine Reiki-Behandlung genau das, was die- oder derjenige gerade am Besten gebrauchen kann. Da wir ausschließlich als Kanal dienen, brauchen wir darüber, ob Reiki gezogen wird oder nicht, nicht entscheiden. Wir können beruhigt alles Reiki und dem System der/des Empfangenden überlassen.
Was wirklich ganz genau während einer Reiki-Sitzung passiert, dürfte für jede(n) unterschiedlich sein, und ich kann es auch nicht genauer benennen, als dass vitale Energie/Reiki fließt. Die Autoren Wolfgang Distel und Wolfgang Wellmann erklären die Wirkung folgendermaßen: Reiki setzt sich aus sich gegenseitig verstärkenden Einzelwirkungen zusammen:
Tiefenentspannung
Lösung von Energieblockaden
Entgiftung
Zufuhr von Lebensenergie
Anhebung der Schwingungsfrequenz
Diese Aufzählung erklärt jedoch nicht das, was Reiki zu etwas ganz Besonderem macht: die ihr innewohnende Intelligenz und Weisheit, die nur Wirkungen entstehen lässt, die sowohl für den Gebenden als auch für den Empfänger im ganzheitlichen Sinn positiv und heilend sind. Reiki strömt durch das Herz. Reiki ist eine Kraft der Liebe, nicht eine erobernde Kraft kämpferischer Natur. Deshalb bestimmt immer der Empfänger, wieviel Heilung er gerade "vertragen" kann. Und deshalb kann mit einer Reiki-Behandlung niemals etwas falsch gemacht werden.
Die beschriebenen Wirkungen gelten mehr oder weniger für die Person, die eine Reiki-Behandlung bekommt. Der Reiki-Kanal, also der Behandelnde, profitiert darüber hinaus auf seine ganz eigene Weise bei jeder Behandlung.
Durch den Kontakt mit der Universellen Lebensenergie finden tiefgreifende Veränderungen in der Fähigkeit zu lieben statt. Reiki strömt durch den Scheitel in das Herzzentrum des Behandlers und von dort über dessen Hände zum Empfänger. Dabei nimmt das Herzzentrum des Behandlers immer etwas von der Lebensenergie auf. Wird die Aufmerksamkeit durch wiederholte Behandlungen immer wieder auf das Herzzentrum gerichtet, fördert Reiki eine Entwicklung hin zu Liebe, Angstfreiheit, Wahrheit, Vertrauen und Erkenntnis. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Um diese Wirkungen zu erzielen, ist es lediglich notwendig, durch bewußte Aufmerksamkeit daran mitzuarbeiten.
Gerade heute freue ich mich!
Gerade heute bin ich unbeschwert! (oder:) Gerade heute vertraue ich!
Gerade heute will ich alle Wesen lieben und achten.!
Gerade heute will ich redlich (ehrlich) arbeiten!
Gerade heute will ich dankbar sein!
Diese oder ähnliche Formulierungen soll Mikao Usui, dem dieses System am Ende einer 21-tägigen Meditation offenbart worden sein soll, zur Unterstützung des Bewusstseinsprozesses den Reiki-Eingeweihten mit auf den Weg gegeben haben. Es steht jedem frei, diese Lebensregeln für sich anzuerkennen.
Das Reiki-System nach Mikao Usui
Dr. Mikao Usui, dem der Sage nach im 19. Jahrhundert dieses System offenbart wurde, hat ein System in drei Einweihungsstufen, den Graden wie sie genannt werden, eingeführt. Später ist der dritte Grad von einigen LehrerInnen aufgespalten worden in einen dritten und einen vierten Grad. Zum Verständnis möchte ich hier eine kurze Übersicht zur Bedeutung der einzelnen Grade geben.
Kurzübersicht über die Bedeutung der drei/vier Grade Reiki nach Dr. Mikao Usui
In jedem der Grade wirkt Reiki sowohl auf den physischen als auch den emotionalen und den mentalen/geistigen Körper schon allein dadurch, dass alle Ebenen miteinander verbunden sind und ineinander übergehen. Dennoch gibt es Schwerpunkte der Wirkungen. Mit jedem Grad wandert der Schwerpunkt vom physischen immer weiter nach außen bis in den spirituellen Bereich.
Ob sich jedoch ein Mensch überhaupt in Reiki einweihen lassen möchte und dann "nur" in einen, zwei oder alle drei/vier Grade, kann nur sie/er selber entscheiden. Ich empfehle bei der Entscheidung ob und wo und wie, immer auf die innere Stimme zu hören.
Zu den einzelnen Graden
Der erste Grad hat neben dem physiologischen/körperlichen Thema den Bereich der Persona zu klären. Dies bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass er durch seine Resonanz zu entsprechenden Situationen immer wieder die Möglichkeit bietet, die persönliche Rolle in der Gesellschaft und deren Übereinstimmung mit dem eigenen Inneren zu überprüfen. Damit sind Fragen wie: "Welche Rolle spiele ich?" "Wobei hilft mir diese Rolle?" "Will ich diese Rolle überhaupt noch? Ist sie noch adäquat für meine jetzige Situation?" "Welche Erwartungen werden an mich gestellt und welche möchte ich davon erfüllen?" "Welche Erwartungen habe ich?" "Bin ich achtsam mit mir und meiner Mitwelt?" usw. gemeint.
Zum ersten Grad Reiki gehören vier Einweihungsrituale von je 10 bis 15 Minuten. Positionen der Eigen- und Fremdbehandlung (Mensch, Tier, Pflanze etc.), die Reiki-Lebensregeln und Ansichten verschiedener LehrerInnen dazu, Grundwissen zum Energiesystem des Menschen sowie Informationen zur Geschichte des Usui-Systems etc. werden erlernt bzw. geübt.
Der zweite Grad beschäftigt sich mit dem mentalen Aspekt (Aufspaltung der Energie in verschiedene Qualitäten, Überschreiten der Grenzen von Zeit und Raum) und mit der Lösung unbewusster Blockaden.
Es geht darum in Kontakt mit dem inneren Kind in allen Altersstufen zu kommen, es ggf. zu trösten und zu heilen und in das heutige Leben bewusst zu integrieren. Im Anschluss an die Integration des inneren Kindes in allen Altersstufen erfolgt die Integration der Schattenseiten, also die Anteile in einem, die noch nicht (voll) entwickelt sind. Die Schattenseiten teilen sich in drei Kategorien: 1. Dinge und Situationen, Verhalten, die abgelehnt werden. 2. Situationen, in denen man liebevoll sein wollte, aber nicht konnte. 3. Anlagen und Fähigkeiten, die noch nicht entwickelt wurden (Dinge, bei denen z. B. Neid auf andere gespürt wird). Wird es geschafft, sowohl das innere Kind aller Altersstufen als auch die Schattenseiten zu integrieren, verlieren unbewusste Ängste und Erinnerungen ihre Macht. "Man" wächst zu einem vollständigen Menschen, so dass ein selbstbestimmtes bewusstes Leben die Folge ist. Methoden hierzu werden in der Mappe mitgegeben und besprochen. Da es sich um Selbsterfahrungen handelt, die in der Regel einen längeren Zeitraum benötigen und die sehr persönlicher Natur sind, gehört meines Erachtens in ein Seminar das Vermitteln möglicher Techniken, die Erfahrung und das Durchleben und Wachsen kann jedoch erst im Anschluss an das Seminar im privaten Alltag vollbracht werden.
Innerhalb des Seminares wird die Einweihung in drei Symbole vollzogen. Eines dient der Transformation, eines der Verstärkung und Fixierung und eines, um über Raum und Zeit gehen zu können. Mit der Möglichkeit, über Raum und Zeit zu gehen, ist gemeint, dass Reiki in die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft und an andere Orte "gesandt" werden kann, Empfangende müssen also nicht anwesend sein. Der Kontakt zum inneren Kind und weiterne Ebenen kann mit Hilfe dieses Symboles erleichtert werden. Außerdem werden Methoden zur Raumklärung, Neutralisation von Wasseradern, Anlegen von Energiedepots und einiges mehr vermittelt.
Der dritte Grad wird auch "Meistergrad" genannt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Einweihung jemanden automatisch zum Meister macht, sondern dass sie eine Möglichkeit eröffnet, zum Meister zu werden. Es geht um die bewußte Integration der Archetypen, den Animus und die Anima. Die Archetypen stellen das kollektive Unbewusste dar.
Es erfolgt die Einweihung in das Meistersymbol. Dieses Symbol beinhaltet in sich die allumfassende Liebe, das aktive Sich-Einfügen in den Fluss des Lebens.
Der vierte Grad ist der Lehrer-Grad. Bei manchen LehrerInnen werden der dritte und der vierte Grad unter dem Titel "Meister-Grad" zusammengefasst.
Meiner Ansicht nach geht es nebem dem Erlernen der Einweihungstechniken im LehrerInnen-Grad auch darum zu üben, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und zu lernen und/oder zu üben, andere Menschen anzuleiten. Darum erfolgt bei mir die Vermittlung der Einweihungstechniken und die Einweihung in den Lehrer-Grad erst nach oder während individueller Begleitung und teilweiser Leitung der von mir organisierten Übungs-Treffen, Anwesenheit, Mithilfe oder Leitung von Sitzungen etc. Wie dies organisatorisch und chronologisch genau aussieht, ist individuell unterschiedlich.
Ich hoffe, ich habe Ihnen zunächst einmal ein paar hilfreiche Informationen geben können und stehe selbstverständlich für weitere Fragen zur Verfügung.
Alles Gute Ihnen
Beate Korfe

